Energieholzanbau

Energieholzanbau vom Acker

Energieholzanbau ist der Anbau schnellwüchsiger Baumarten auf landwirtschaftlichen Flächen zur ökologischen und ökonomischen Energiegewinnung.

Das auf Agrarflächen produzierte Holz wird als Agrarholz bezeichnet und in Form von sogenannten KurzUmtriebsPlantagen (KUP) angebaut. Einmalig im Frühjahr angepflanzt, kann daraufhin der Energie- wald für einen Zeitraum von ca. 20 bis 30 Jahre genutzt werden. Im Gegensatz zur klassischen forstwirtschaftlichen Nutzung werden die Bäume in kurzen Zeiträumen („kurzem Umtrieb“, 3 bis 8 Jahre) abgeerntet. Bei der Ernte wird lediglich der oberflächige Aufwuchs genutzt, denn aus den im Boden verbleibenden Wurzelstöcken treiben die Pflanzen wieder neu aus.

Die Vorteile dieser Flächennutzung mit KUP für den landwirtschaftlichen Betrieb sind, neben den stabilen Erträgen und Preisen des Ernteholzes, die hohe Genügsamkeit hinsichtlich der Standortansprüche. Für den Anbau von Energieholz eignen sich vorzugsweise Agrarflächen, die hinsichtlich geographischer Lage, Bodenstruktur und Auflagen für die landwirtschaftliche Produktion problematisch sind. Die tiefe Wurzelbildung der Energieholzpflanzen ermöglicht den Aufschluss von Nährstoff- und Wasserreserven, die für einjährige Pflanzen nicht erreichbar sind.

Klassische KUP-Pflanzen sind Baumarten wie Pappel, Weide und Robinie die besonders im Hinblick auf Ertragszuwachs und Krankheitsresistenz gezüchtet wurden. Sie sind schnellwüchsig, anspruchslos und wenig pflegebedürftig.

Mit der Einrichtung von Energieholzflächen sind zeitliche Rohstofflieferverträge mit regionalen Partnern denkbar. So lassen sich Investitionen und Verzinsungen leicht kalkulieren.

Vor dem Hintergrund des steigenden Bedarfs an Holz weltweit und des prognostizierten Holzmangels bereits in den kommenden 10 Jahren, ist der Anbau von KUP eine der nachhaltig erfolgsorientierten Anlagen schlechthin.